Daimler Trucks unterstützt grenzübergreifende Initiative der Niederlande „European Truck Platooning Challenge 2016“

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Drei autonom fahrende und vernetzte Mercedes-Benz Lkw fahren im Verbund von Stuttgart nach Rotterdam

Drei miteinander vernetzte und autonom fahrende Mercedes-Benz Actros Lkw starten von Stuttgart in einer grenzübergreifenden Verbundfahrt nach Rotterdam. Daimler Trucks, weltweit führender Lkw-Hersteller, unterstützt damit aktiv die Initiative European Truck Platooning Challenge 2016 der niederländischen Regierung im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft. Dr. Wolfgang Bernhard, verantwortlich im Vorstand der Daimler AG für Daimler Trucks und Daimler Busse, schickte die Fahrer persönlich vom Mercedes-Benz Museum aus auf ihre zweitägige Reise.
Daimler Trucks ist der einzige Hersteller weltweit mit autonom fahrenden Lkw mit Straßenzulassung und beteiligt sich zusammen mit fünf weiteren europäischen Nutzfahrzeug-Herstellern an der Sternfahrt. Die Ankunft im Hafen von Rotterdam ist am 6. April 2016 geplant. Die Fahrt der drei Mercedes-Benz Seite 2 Lkw führt von Stuttgart über Heilbronn (A81) auf den Autobahnen A61 und A67 durch die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen in Richtung Venlo, um dort die deutsch-niederländische Grenze zu passieren. Mit der European Truck Platooning Challenge adressieren die europäischen Nutzfahrzeug-Hersteller gemeinsam mit der niederländischen Regierung das Chancenpotential von Truck Platooning und die Notwendigkeit einer harmonisierten, grenzüberschreitenden Regulierung, um effizienten Straßengüterverkehr EU-weit zu erleichtern.
 

Harmonisierte, grenzüberschreitende Regulation ist zentrale Voraussetzung für den effizienten Straßengüterverkehr der Zukunft

„Mit unseren autonom und vernetzt fahrenden Lkw beteiligen wir uns gerne an der European Truck Platooning Challenge der niederländischen Regierung. Ich wünsche unseren Fahrern eine gute und erfolgreiche Fahrt auf ihrem Weg nach Rotterdam. Wir sehen Platooning als einen sinnvollen Baustein des integrierten Ansatzes, bei dem alle am Straßengüterverkehr Beteiligten zur CO2- und Kraftstoffreduktion beitragen“, unterstrich Dr. Wolfgang Bernhard anlässlich des Starts der drei Lkw in Stuttgart.

„Das Fahren im Verbund ist auch eines von zahlreichen Beispielen, wie man mit vernetzten Lkw die Leistungsfähigkeit des gesamten Warentransports erheblich steigern kann. Schon heute sind rund 365 000 Nutzfahrzeuge von Daimler vernetzt; wir treiben diese Entwicklung konsequent voran“, so Bernhard weiter. Der weltweite Transport von Gütern ist Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum. Mehr Waren in der Zukunft zu transportieren verlangt nach innovativen Lösungen wie z. B. Truck Platooning. Die intelligenten Trucks von Daimler haben das Potenzial, den Transport von Waren in den kommenden Jahren noch effizienter, nachhaltiger und sicherer zu machen. Der Schlüssel dazu ist die Vernetzung des Lkw mit anderen Lkw und Logistikbeteiligten. Mit der Teilnahme an der European Truck Platooning Challenge 2016 unterstreicht Daimler Trucks rund zwei Wochen nach der Weltpremiere seines Systems Highway Pilot Connect auf der A52 bei Düsseldorf erneut seine Technologieführerschaft auf dem Feld des vernetzten Fahrens.
 

Autonomes Truck Platooning senkt Kraftstoffverbrauch und CO2

Highway Pilot Connect ist eine Weiterentwicklung des Highway Pilot, das weltweit einzige System für automatisiertes Fahren von schweren Lkw. Damit demonstriert Daimler Trucks diesmal grenzüberschreitend auf der Fahrt nach Rotterdam die Vorteile elektronischer Vehicle-to-Vehicle-Vernetzung (V2V): Die Technologie ermöglicht das elektronische Ankoppeln von Lkw auf Autobahnen und Fernstraßen, auch bekannt unter der Bezeichnung Platooning. Miteinander vernetzte Lkw im Platoon benötigen nur 15 statt 50 Meter Abstand. Durch diesen deutlich geringeren Abstand verringert sich der Luftwiderstand erheblich. Auf diese Weise spart ein Truck-Platoon dreier Lkw bis zu zehn Prozent Kraftstoffverbrauch und reduziert den CO2-Ausstoß gleichermaßen.
Parallel dazu ermöglicht das Platooning eine deutlich effizientere Nutzung der Straße: Durch den geringeren Abstand der Fahrzeuge verkürzt sich ein Verbund aus drei gekoppelten Lkw auf nur noch 80 Meter. Im Gegensatz dazu benötigen drei nicht elektronisch miteinander gekoppelte Lkw 150 Meter Fahrbahnfläche. Gleichzeitig macht Platooning den Straßenverkehr deutlich sicherer: Während der Mensch am Steuer eine Reaktionszeit von 1,4 Sekunden hat, gibt der Highway Pilot Connect die Bremssignale in weniger als 0,1 Sekunden an die Folgefahrzeuge weiter. Diese deutlich verkürzte Reaktionszeit kann maßgeblich dazu beitragen, Auffahrunfälle wie beispielsweise an Stauenden auf Autobahnen deutlich zu verringern. Bei allen technischen Möglichkeiten des vernetzten Fahrens bleibt stets der Fahrer verantwortlich für die Überwachung aller Assistenzsysteme.

Das vernetzte Fahren in der Form eines Lkw-Platoons kann als ein Baustein des sogenannten integrierten Ansatzes dazu beitragen, alle Akteure des Straßengüterverkehrs an der Erreichung von CO2-Einsparzielen (30 Prozent bis 2030 gegenüber 2005) der EU zu beteiligen: Nutzfahrzeughersteller, Aufbau und Reifenanbieter, die Logistikunternehmen und schließlich die politischen Instanzen. Der integrierte Ansatz hat zum Ziel, das Gesamtsystem Lkw-Transport zu optimieren.

 

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