„In 80 Ladungen um die Welt“

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Ein elektrischer Mercedes-Benz Lkw mit Weltkarten-Design und der Aufschrift 'ELECTRIC' steht neben einer Fahne.

    Elektrotrucker Tobias Wagner macht mit eActros 600 Station in Wien

    45.000 Kilometer, rund 30 Länder, fünf Kontinente und weniger als 80 Ladungen: Tobias Wagner stellt sich mit einem Mercedes-Benz eActros 600 einer außergewöhnlichen Herausforderung. Kurz nach dem Start seiner Weltreise machte der als „Elektrotrucker“ bekannte Berufskraftfahrer und Content Creator Station in Wien.

    Von Hannover über Wien einmal um die Welt

    Tobias Wagner möchte auf seiner Expedition „In 80 Ladungen um die Welt“ zeigen, was batterieelektrischer Fernverkehr heute bereits leisten kann – und wo auf internationaler Ebene noch Herausforderungen bestehen.

    Am 20. September 2026 startete Wagner auf der IAA Transportation in Hannover. Innerhalb von rund einem Jahr will er etwa 45.000 Kilometer durch rund 30 Länder auf fünf Kontinenten zurücklegen. Dafür hat er sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: weniger als 80 Ladungen. Die erste Etappe führt von Deutschland über Tschechien und Österreich weiter in Richtung Südosteuropa und Türkei.

    „Mit dieser Weltreise möchte ich herausfinden, wie weit wir wirklich sind. Ich werde Orte erreichen, an denen Elektromobilität längst funktioniert, und andere, an denen sie noch an Grenzen stößt“, erklärt Tobias Wagner.

    Ein Mercedes-Benz Lkw steht auf einem Platz vor einem historischen Gebäude mit rotem Dach.
    Drei Männer stehen vor einem Mercedes-Benz E-Lkw.

    Zwischenstopp in Wien: Elektromobilität im Praxiseinsatz

    Bei seinem Halt in der österreichischen Bundeshauptstadt gab Wagner Einblicke in seine Reise und die Herausforderungen, die ihn auf den kommenden Kilometern erwarten. Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder eine Frage: Wie gut funktioniert batterieelektrischer Fernverkehr unter ganz unterschiedlichen geografischen und infrastrukturellen Bedingungen?

    Dass Elektro-Lkw längst im realen Transportalltag angekommen sind, zeigt auch ein Blick auf Österreich. Rund 350 batterieelektrische Lkw von Mercedes-Benz Trucks sind hier bereits unterwegs. Gemeinsam haben sie bisher etwa 17 Millionen Kilometer zurückgelegt.

    Für die weitere Transformation des Straßengüterverkehrs spielen neben serienreifen Fahrzeugen insbesondere die Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle. Dazu zählen

    • der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur,
    • leistungsfähige Stromnetze,
    • rasche Genehmigungsverfahren und
    • wirtschaftliche Voraussetzungen, die Investitionen in lokal emissionsfreie Transporte unterstützen.

    Der eActros 600 als Begleiter auf fünf Kontinenten

    Das Expeditionsfahrzeug von Tobias Wagner basiert auf einem serienmäßig produzierten Mercedes-Benz eActros 600 aus dem Werk Wörth am Rhein. Für die besonderen Anforderungen der Weltreise wurde der Elektro-Lkw unter anderem mit einem Wohnmobil-Aufbau und zusätzlicher Ladetechnik ausgestattet.

    Eine eigene DC-Ladestation ermöglicht es Wagner zudem, in speziellen Situationen auch Wechselstrom-Steckdosen zum Laden zu nutzen. Gerade in Regionen mit weniger gut ausgebauter Ladeinfrastruktur erweitert das die Möglichkeiten während der Expedition.

    Der serienmäßige Mercedes-Benz eActros 600 verfügt über drei Batteriepakete mit einer installierten Gesamtkapazität von 621 kWh. Unter praxisnahen Bedingungen erreicht er bei einem Gesamtzuggewicht von 40 Tonnen eine Reichweite von rund 500 Kilometern ohne Zwischenladen.

    Ein bunter elektrischer Lkw von Mercedes-Benz auf einem Kiesplatz.

    Individuelle Lösungen für den elektrischen Lkw-Einsatz

    Wie bei Wagners Weltreise gilt auch für den Einsatz elektrischer Lkw im Transportalltag: Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Fahrzeug, Strecke, Energiebedarf und Ladeinfrastruktur.

    Daimler Truck Austria unterstützt Transportunternehmen deshalb mit eConsulting bei der Planung des Umstiegs. Dabei werden unter anderem geeignete Strecken und Einsatzprofile analysiert sowie Reichweite, Energiebedarf und Lademöglichkeiten berücksichtigt. Ziel ist eine Lösung, die nicht nur auf dem Papier, sondern vor allem im täglichen Betrieb funktioniert.

    Die Weltreise von Tobias Wagner überträgt viele dieser Fragen auf eine außergewöhnlich große Bühne. Seine Route führt durch Europa, Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika – und damit durch Regionen mit höchst unterschiedlichen klimatischen, geografischen und infrastrukturellen Voraussetzungen.

    Eine Weltreise als Praxistest für den elektrischen Fernverkehr

    Tobias Wagner ist seit 2024 im elektrischen Fernverkehr unterwegs und dokumentiert seine Erfahrungen als Content Creator in den sozialen Medien. Mit „In 80 Ladungen um die Welt“ möchte er nun die Möglichkeiten batterieelektrischer Fernverkehrstechnologie unter besonders vielfältigen Bedingungen sichtbar machen.

    Nach dem Zwischenstopp in Wien liegen noch zehntausende Kilometer vor ihm. Dabei wird sich zeigen, wie sich der eActros 600 auf fünf Kontinenten bewährt – und welche Erfahrungen die Reise für die Zukunft des elektrischen Fernverkehrs liefert.

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