Mit der Zirbenbox auf neuen Wegen im Lkw-Bau

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Gruppe von Menschen steht auf einem Lastwagen bei einer Veranstaltung im Freien.

    Patentierte Lösung von Schatzmeister aus Tirol

    Holz, Handwerk und Nutzfahrzeugtechnik: Die Firma Schatzmeister aus Tirol zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in einer klaren Idee stecken kann. Mit der „Zirbenbox“ baut das Unternehmen Lkw-Wohnmobilaufbauten aus Holz – vor allem für den Expeditionsbereich. Mittlerweile wurden bereits über 50 Kabinen ausgeliefert.  

    Hinter der Entwicklung steht Christian Schatz, Eigentümer von Schatzmeister und ausgebildeter Nutzfahrzeugtechniker. Seine beruflichen Wurzeln führen direkt zu Pappas Tirol, damals Retterwerk: Dort absolvierte er einst seine Lehre. Schon früh verfolgte er die Vision, Fahrzeuge aus Holz zu bauen. Eine Idee, die nicht alltäglich war – und die viel Ausdauer verlangte. Doch Christian Schatz blieb dran.

    Hydraulisch verschiebbarer Königszapfen für besondere Anforderungen

    Basis für die Zirbenbox bildet ein eigenes Patent. Die technische Herausforderung lag im Zusammenspiel zwischen Basisfahrzeug, Aufbau und Typisierung. Für die Zirbenbox kommt ein Mercedes-Benz Atego zum Einsatz. Das Fahrzeug ist ursprünglich auf 10,5 Tonnen ausgelegt, sollte für den Einsatz jedoch auf 7,49 Tonnen abgelastet werden. Dabei musste unter anderem berücksichtigt werden, dass die Vorderachse nicht überlastet wird.

    Gemeinsam mit Daimler wurden die Pläne geprüft und nachberechnet. Das Ergebnis: ein patentierter, hydraulisch verschiebbarer Königszapfen. Im Fahrbetrieb kann das Fahrzeug als Sattelzug genutzt werden. Beim Rangieren oder im Gelände lässt sich die Konstruktion so verändern, dass das Fahrzeug wie ein Dreiachser bewegt werden kann. Die Verriegelung erfolgt automatisch – genau darin liegt der zentrale technische Kniff des Patents.

    Die Bedienung funktioniert wahlweise per Funk oder Kabel. Wird der Sattel getauscht, sorgen integrierte Sattelstützen für zusätzliche Flexibilität. Diese sind nicht wie bei herkömmlichen Sattelaufliegern angebracht, sondern im Kopf des Sattels montiert. Dadurch kann das Fahrzeug auch als Standardsattelzug genutzt werden – etwa mit Hebebühne oder Planenaufbau. So bleibt es nicht nur Expeditionsmobil, sondern auch vollwertiges Nutzfahrzeug.

    Zusammenarbeit mit Daimler Truck Austria und Pappas Tirol

    Ronald Wagner, Key Account Manager bei Daimler Truck Austria, beschreibt die Aufgabe als anspruchsvolles Projekt: Ein 11-Tonnen-Fahrgestell sollte so umgebaut werden, dass eine Heruntertypisierung auf 7,5 Tonnen möglich wird. Dafür mussten unter anderem die Bremsanlage und technische Vorgaben neu bewertet und angepasst werden. Gemeinsam mit dem Produktmanagement in Stuttgart gelang es, die notwendigen Umbaumaßnahmen so umzusetzen, wie es die Typisierungsstelle fordert.

    Auch Pappas Tirol war in die Entwicklung eingebunden – als Schnittstelle zum Importeur und langjähriger Partner. Für Peter Hesina, Geschäftsführer von Pappas Tirol, hat die Verbindung zu Christian Schatz eine besondere persönliche Bedeutung: Beide kennen sich bereits aus ihrer Lehrzeit bei Pappas. Dass Pappas Tirol dieses innovative Projekt begleiten durfte, freut ihn daher besonders.

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    Pappas Classic Gold

    Pappas Tirol GmbH

    Löfflerweg 2
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    +43/5223/5000
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    Innovation aus Tirol mit starken Wurzeln

    Die Zirbenbox steht für Mut, Ausdauer und technisches Know-how. Was mit einer außergewöhnlichen Idee begann, ist heute ein erfolgreiches Konzept für Reisende, Abenteurerinnen und Abenteurer sowie für alle, die ein besonderes Expeditionsfahrzeug suchen.

    Mit dem Patent zeigt Schatzmeister einmal mehr, wie innovativ der Nutzfahrzeugbau in Tirol sein kann – und wie aus starken Partnerschaften Lösungen entstehen, die neue Wege möglich machen.

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