Neuer Mercedes-Benz eArocs 400 überzeugt im Wintertest bei minus 20 Grad
Der eArocs 400 ist stark im Winter und bereit für den Baustellenalltag
Der neue batterieelektrische Mercedes-Benz eArocs 400 für den urbanen Bauverkehr hat seine Wintertauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Bei intensiven Tests am finnischen Polarkreis wurde der lokal CO2-freie und geräuscharme E-Lkw bei Temperaturen von bis zu minus 20 °C auf Herz und Nieren geprüft – mit überzeugenden Ergebnissen.
Mercedes-Benz eArocs 400 meistert Extrembedingungen souverän
Im Fokus der Erprobung standen unter anderem:
- die Traktion und Fahrstabilität auf schnee- und eisbedeckten Fahrbahnen,
- das Kaltstartverhalten sowie
- Batterie- und Ladeperformance bei extremen Minusgraden.
Ebenso wurden die Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebsstrangs und das Rekuperationsverhalten im Winterbetrieb genau analysiert.
Michael Kimmich, Entwicklungsleiter eArocs 400, betont: „Die Wintertests in Finnland stellten den eArocs 400 unter trockenen, extrem kalten Bedingungen vor anspruchsvolle Prüfungen, die er souverän meisterte. Mit stabilem Fahrverhalten sowie einem Reichweiten- und Ladeprofil innerhalb der erwarteten Parameter bestätigte er seine Leistungsfähigkeit.“
Die gewonnenen Erkenntnisse liefern wertvolle Daten für die weitere Optimierung des Fahrzeugs bis zum Start der Serienproduktion.
Der eArocs 400: Leistungsstark, effizient und alltagstauglich
Der eArocs 400 feierte 2025 auf der bauma in München seine Weltpremiere und zeigt seither, welches Potenzial batterieelektrische Lösungen im Baugewerbe bieten. Er wird zunächst als 37- und 44-Tonner in der Achsformel 8x4/4 mit vier Radständen verfügbar sein und eignet sich unter anderem als Fahrmischer oder Kipper – ideal für den straßennahen Bauverkehr.
Dank seiner lokalen CO2-Freiheit im Fahrbetrieb darf der eArocs 400 auch in innerstädtische Low- und Zero-Emission-Zonen einfahren. Die geringe Geräuschentwicklung macht ihn zudem besonders geeignet für lärmsensible Bereiche wie Wohngebiete, das Umfeld von Schulen oder Krankenhäusern sowie für Nachtbaustellen.
Technisch basiert der eArocs 400 auf bewährten Komponenten aus dem eActros-Portfolio von Mercedes-Benz Trucks. Zwei Batteriepakete mit einer installierten Gesamtkapazität von 414 kWh (LFP-Technologie) und einer Bordspannung von 800 Volt sorgen für hohe Effizienz und Langlebigkeit.
Die Reichweite beträgt:
- bis zu 200 Kilometer als Fahrmischer
- bis zu 240 Kilometer als Kipper
Damit ist in vielen Fällen ein kompletter Arbeitstag ohne Zwischenladen möglich. Geladen wird mit bis zu 400 kW über CCS2 – von 10 auf 80 Prozent in rund 46 Minuten.
Mit einer Dauerleistung von 380 kW und einer Spitzenleistung von 450 kW bietet der Zentralantrieb mit integriertem Drei-Gang-Getriebe kraftvolle Performance. Bewährte Hypoid- und Außenplanetenachsen sichern die für den Baustelleneinsatz notwendige Bodenfreiheit und Geländegängigkeit.
Robust, sicher und digital
Der eArocs 400 ist konsequent auf die Anforderungen im Baualltag ausgelegt: ein stabiler Rahmen, Stahlfederung vorne und hinten sowie Tandem-Antriebsachsen sorgen für Robustheit und Traktion. Das vollverzinkte M-Fahrerhaus bietet pflegeleichtes Interieur, zusätzlichen Stauraum und optional eine Liege.
Moderne Assistenzsysteme wie der Active Brake Assist 6 Plus, Active Sideguard Assist 2 und Front Guard Assist unterstützen Fahrerinnen und Fahrer im täglichen Einsatz. Das Multimedia Cockpit Interactive 2 mit optimierter Schalterleiste und Sprachsteuerung lässt sich auch auf unebenem Gelände komfortabel bedienen.
Verkaufsstart ab April – Produktion ab Q3 2026
Der eArocs 400 wird ab Anfang April 2026 verkauft. Das Grundfahrzeug entsteht ab dem dritten Quartal 2026 im Mercedes-Benz Werk Wörth am Rhein. Die Integration des elektrischen Antriebsstrangs übernimmt die Paul Group in Vilshofen an der Donau.
Mit dem erfolgreichen Wintertest in Finnland unterstreicht Mercedes-Benz Trucks seinen Anspruch, elektrische Nutzfahrzeuge auch für anspruchsvolle Ganzjahreseinsätze bereitzustellen – und setzt einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs.